Angst & Narkose
Zahnsanierung unter Vollnarkose: Ablauf, Voraussetzungen, Risiken
Für Menschen mit starker Zahnarztangst oder mit großem Behandlungsbedarf kann eine Vollnarkose der Weg sein, überhaupt wieder behandelt zu werden. Sie verlangt aber eine gute Vorbereitung und eine realistische Planung, was in einer Sitzung möglich ist.
Kurz beantwortet
Bei einer Zahnsanierung unter Vollnarkose schlafen Sie während der Behandlung und bekommen davon nichts mit. Bei DenTeam überwacht ein Anästhesist die Narkose; eine Sitzung dauert bis zu einer Stunde, danach ruhen Sie in einem eigenen Aufwachraum. Umfangreiche Sanierungen werden auf mehrere Termine verteilt, weil einige Schritte einen wachen Patienten erfordern.
Viele Patienten, die eine Behandlung in Vollnarkose anfragen, haben jahrelang keinen Zahnarzt besucht. Entsprechend groß ist oft der Behandlungsbedarf. Die Narkose nimmt die Angst während der Behandlung, aber sie ersetzt nicht die Planung davor und die Nachsorge danach. Dieser Beitrag erklärt, was Sie erwartet.
Was bedeutet eine Zahnsanierung unter Vollnarkose?
Unter einer Zahnsanierung versteht man die Behandlung aller Zähne, die einen Befund haben: Füllungen, Wurzelbehandlungen, Zahnentfernungen, Implantate und Zahnersatz. Bei einer Vollnarkose schaltet ein Anästhesist mit Medikamenten das Bewusstsein und das Schmerzempfinden vollständig aus. Sie schlafen tief, atmen mit Unterstützung und werden die ganze Zeit überwacht.
Davon zu unterscheiden ist die Sedierung (Dämmerschlaf), bei der Sie entspannt und schläfrig, aber ansprechbar bleiben, und die örtliche Betäubung, bei der nur das Behandlungsgebiet schmerzfrei ist. Für die meisten zahnärztlichen Eingriffe reicht die örtliche Betäubung aus. Eine Vollnarkose ist ein zusätzlicher Eingriff mit eigenen Risiken und sollte deshalb begründet sein.
Für wen kommt eine Vollnarkose infrage?
Typische Gründe für eine Behandlung in Vollnarkose sind:
- ausgeprägte Zahnarztangst, die eine Behandlung im Wachzustand unmöglich macht,
- ein starker Würgereiz, der schon Abformungen oder Röntgenaufnahmen verhindert,
- größere chirurgische Eingriffe, etwa die Entfernung mehrerer Zähne oder das Setzen mehrerer Implantate in einer Sitzung,
- wiederholte schlechte Erfahrungen mit örtlicher Betäubung, zum Beispiel wenn sie nur unzureichend gewirkt hat.
Ob eine Vollnarkose für Sie sinnvoll ist, entscheiden Zahnarzt und Anästhesist gemeinsam mit Ihnen. Wie die Behandlung in Narkose bei DenTeam organisiert ist, lesen Sie auf der Seite für Angstpatienten. Manchmal zeigt sich im Vorgespräch, dass eine schrittweise Behandlung mit örtlicher Betäubung und viel Zeit ebenfalls möglich ist. Welche Wege es bei Angst gibt, beschreibt der Beitrag Angst vor dem Zahnarzt: Was wirklich hilft.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Vor jeder Narkose prüft der Anästhesist, ob Sie narkosefähig sind. Dazu gehören ein Gespräch über Vorerkrankungen, Medikamente und frühere Narkosen sowie je nach Alter und Gesundheitszustand weitere Untersuchungen, etwa Blutwerte oder ein EKG. Halten Sie dafür bereit:
- eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente, besonders blutverdünnende Mittel und Diabetes-Medikamente,
- Befunde zu Herz, Lunge, Blutdruck und Stoffwechsel, falls vorhanden,
- Angaben zu Allergien und zu früheren Narkosen, auch zu Problemen dabei.
Am Behandlungstag müssen Sie nüchtern sein. Wie lange vorher Sie nicht essen und trinken dürfen, legt der Anästhesist fest; halten Sie sich bitte genau an seine Vorgaben. Außerdem brauchen Sie eine Begleitperson, die Sie nach der Behandlung abholt. Nach einer Narkose dürfen Sie für mindestens 24 Stunden nicht selbst Auto fahren.
Bei bestimmten Vorerkrankungen kann eine Narkose außerhalb eines Krankenhauses zu riskant sein. Dann besprechen wir mit Ihnen andere Möglichkeiten.
Wie läuft der Behandlungstag ab?
Der Tag ist ruhig und planbar aufgebaut:
- Ankunft und Vorbereitung: Sie kommen nüchtern in die Praxis. Der Anästhesist bespricht noch einmal die Narkose, misst den Blutdruck und legt einen Zugang in die Vene.
- Einschlafen: Über den Zugang erhalten Sie das Narkosemittel. Sie schlafen innerhalb kurzer Zeit ein.
- Behandlung: Während der Zahnarzt behandelt, überwacht der Anästhesist Atmung, Herzschlag, Blutdruck und Sauerstoffsättigung. Eine Sitzung dauert bei DenTeam bis zu einer Stunde.
- Aufwachen: Nach dem Ende der Behandlung wird die Narkose ausgeleitet. Sie wachen auf und ruhen in einem eigenen, ruhigen Aufwachraum.
- Entlassung: Wenn Kreislauf und Orientierung stabil sind, holt Ihre Begleitperson Sie ab. Den Rest des Tages verbringen Sie in Ruhe in Ihrer Unterkunft.
Viele Patienten aus dem Ausland wohnen während der Behandlung in der Nähe der Praxis. Hinweise zu Hotels, Pensionen und Apartments finden Sie auf der Seite Unterkunft während der Behandlung.
Was lässt sich in einer Narkosesitzung schaffen?
Hier liegt der wichtigste Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit. In einer Sitzung von bis zu einer Stunde lassen sich viele Schritte erledigen, aber nicht alle. Manche Arbeitsschritte erfordern, dass Sie wach sind und mitarbeiten:
| Gut in Narkose möglich | Erfordert meist einen wachen Patienten |
|---|---|
| Zahnentfernungen, auch mehrere | Einprobe von Kronen, Brücken und Prothesen |
| Setzen von Implantaten | Prüfen und Einschleifen des Bisses |
| Füllungen und Wurzelbehandlungen | Auswahl und Kontrolle der Zahnfarbe |
| Beschleifen der Zähne für Kronen | Beurteilung von Aussprache und Lippenbild |
| Abformungen und Provisorien | abschließende Kontrolle und Pflegeeinweisung |
Eine umfangreiche Sanierung wird deshalb meist in Phasen geplant: zuerst die chirurgischen und vorbereitenden Schritte in Narkose, danach Einproben und Eingliederung des Zahnersatzes im Wachzustand, oft unter örtlicher Betäubung oder ganz ohne. Werden Implantate gesetzt, liegen zwischen den Phasen außerdem die Wochen der Einheilung.
Ob für längere Behandlungen mehrere Narkosesitzungen oder eine Sedierung sinnvoll sind, klären wir im Vorgespräch. Wie wir Gesamtsanierungen planen und welche Kosten dabei entstehen, beschreibt die Seite alle Zähne in einer Planung erneuern.
Welche Risiken hat eine Vollnarkose?
Moderne Narkosen gelten bei gesunden Erwachsenen als sicher, ganz ohne Risiko sind sie aber nicht. Häufige, meist harmlose Nebenwirkungen sind:
- Übelkeit oder Erbrechen nach dem Aufwachen,
- Halsschmerzen oder Heiserkeit durch die Atemhilfe,
- Müdigkeit, Benommenheit und Konzentrationsschwäche für einige Stunden,
- Frieren oder Kältezittern in der Aufwachphase.
Seltener sind Kreislaufprobleme, allergische Reaktionen auf Medikamente oder Probleme mit der Atmung. Schwere Komplikationen sind sehr selten; ihr Risiko steigt mit dem Alter und mit Vorerkrankungen. Genau deshalb ist das Vorgespräch mit dem Anästhesisten so wichtig.
Hinzu kommen die üblichen Risiken der Zahnbehandlung selbst, etwa Schwellungen nach chirurgischen Eingriffen. Weil Sie während der Narkose keine Rückmeldung geben können, prüft der Zahnarzt Biss und Passform in einem eigenen Termin, wenn Sie wach sind.
Was sollten Sie nach der Narkose beachten?
- Begleitung: Bleiben Sie die ersten Stunden nicht allein.
- Kein Auto, keine Maschinen, keine wichtigen Entscheidungen und kein Alkohol für mindestens 24 Stunden.
- Essen und Trinken erst, wenn die örtliche Betäubung abgeklungen ist und Sie sich wach fühlen, zunächst leichte und weiche Kost.
- Medikamente nach Anweisung, insbesondere Schmerzmittel und gegebenenfalls Antibiotika.
- Kontrolltermin am Folgetag oder nach Absprache wahrnehmen.
Melden Sie sich sofort, wenn starke Blutungen, Atemnot, hohes Fieber oder anhaltendes Erbrechen auftreten. Die Praxis erreichen Sie unter +36 70 616 62 74.
Das Wichtigste in Kürze
- Bei einer Vollnarkose schlafen Sie während der Behandlung; bei DenTeam überwacht ein Anästhesist die Narkose.
- Eine Sitzung dauert bis zu einer Stunde, danach ruhen Sie in einem eigenen Aufwachraum.
- Sie müssen nüchtern sein, brauchen eine Begleitperson und dürfen 24 Stunden nicht Auto fahren.
- Einproben, Bisskontrolle und Farbauswahl erfordern einen wachen Patienten; deshalb verläuft eine große Sanierung in Phasen.
- Übelkeit, Halsschmerzen und Müdigkeit sind häufig und meist harmlos; schwere Komplikationen sind sehr selten.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ich nach der Narkose wieder fit bin?
Die meisten Patienten sind nach etwa einer bis zwei Stunden im Aufwachraum so weit, dass sie mit Begleitung die Praxis verlassen können. Müdigkeit und eine leichte Benommenheit halten oft bis zum Abend an. Planen Sie den Behandlungstag vollständig zur Erholung ein und am Folgetag nur leichte Aktivitäten.
Kann ich alle Zähne in einer einzigen Narkose machen lassen?
In der Regel nicht vollständig. In einer Sitzung lassen sich viele vorbereitende und chirurgische Schritte erledigen. Kronen, Brücken und Prothesen müssen aber im Wachzustand eingepasst werden, damit Biss, Farbe und Aussprache stimmen. Bei Implantaten liegen zudem mehrere Wochen Einheilzeit dazwischen.
Zahlt die Krankenkasse die Narkose?
Das hängt von Ihrem Versicherungsland und dem medizinischen Grund ab. In vielen Fällen ist eine Narkose, die Erwachsene allein wegen ihrer Angst wünschen, keine Kassenleistung; Ausnahmen gibt es etwa bei bestimmten Erkrankungen. Fragen Sie vorab bei Ihrer Kasse nach. Allgemeine Hinweise finden Sie auf der Seite zur Erstattung durch die Krankenkasse.
Darf ich vor der Narkose meine Medikamente nehmen?
Das legt der Anästhesist im Vorgespräch fest. Viele Dauermedikamente werden auch am Behandlungstag mit einem kleinen Schluck Wasser eingenommen, andere, etwa bestimmte Blutverdünner oder Diabetesmittel, müssen angepasst oder pausiert werden. Setzen Sie bitte nichts eigenmächtig ab und bringen Sie eine vollständige Medikamentenliste mit.
Behandlung bei DenTeam
Vollnarkose für Angstpatienten in Zalaegerszeg
Behandlung im Schlaf unter Aufsicht eines Anästhesisten, mit eigenem Ruheraum.
auf AnfrageVollnarkose
Vollnarkose für Angstpatienten bei DenTeam Kostenlosen Heil- und Kostenplan anfordernDieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche zahnärztliche Untersuchung und Beratung.